Liebe Kasseburgerinnen,
liebe Kasseburger,

ich möchte Sie heute zum letzten Mal in der auslaufenden Wahlperiode über Aktuelles aus der Gmeindevertretung informieren.

Die Arbeiten zum Bau von zwei neuen Gruppenräumen im Kindergarten in Kuddewörde laufen auf Hochtouren, damit diese zum neuen Kindergartenjahr in 8/2018 bezugsfertig sind.

Alle erforderlichen Vorarbeiten für den Bau der Lärmschutzwand in Oedendorf sind jetzt erledigt (z.B. Rückschnitt der Bepflanzung). Ich freue mich sehr, dass jetzt nach intensiver Arbeit und vielen Gsprächen mit den erforderlichen Stellen der Bau im Sommer beginnen soll.

In einem von mir initiierten Ortstermin mit Polizei, Ordnungsamt und betroffenen Bürgern wurden gute Lösungen zur zunehmenden Problematik des unerwünschten Parkens in Oedendorf erarbeitet. Wir setzen uns jetzt beim Kreis mit aller Kraft für die Einrichtung der vorgeschlagenen Halte- und Durchfahrtsverbote ein. Für die Anlieger sind damit keine Einschränkungen verbunden.

Zunehmend unerfreulich entwickelt sich die Situation auf dem "Pendlerparkplatz" in Oedendorf. Die unerlaubte Müllentsorgung und sogar das Abstellen eines fahruntüchtigen Autos verursachen Unmut, Arbeit und Kosten für die Entsorgung. Hinzu kommen Kosten für die Instandsetzung des Parkplatzes, für die wir aus Haftungsgründen verantwortlich sind. Um Fahrgemeinschaften einerseits aus Gründen des Umweltschutzes zu fördern, andererseits aber das Müllproblem in den Griff zu bekommen, wird dies eine der vordringlichen Aufgaben des neu gewählten Bau- und Wegeausschusses nach der Gemeindewahl werden.

Ganz besonders freue ich mich über die Erneuerung der Schaukel auf dem Spielplatz, damit die Kinder wieder unbeschwert und sicher schaukeln können. Ein großer Dank geht auch an die vielen fleißigen Helfer, die die Geräte gereinigt, den Spielplatz aufgeräumt und für die neue Saison schön gemacht haben. Die fröhlich spielenden und lachenden Kinder werden es uns danken.

In wenigen Tagen geht die aktuelle Wahlperiode zu Ende. Das ist eine gute Gelegenheit einen kurzen Rückblick auf die geleistete Arbeit der Gemeindevertretung zu werfen.

Dazu gehört der Anschluss an das Glasfasernetz und die in diesem Zusammenhang günstig und ohne Kostenbeteiligung der Bürger zahlreich sanierten Fußwege. Ebenso der Beschluss zur Sanierung des Kanalsystems, der Abriss der Alten Schule und die Schaffung neuer Baugrundstücke sowie die Zustimmung zum Bau von zwei neuen Kita-Räumen in Kuddewörde, an denen Kasseburg maßgeblich beteiligt ist. Auch die kritische Auseinandersetzung mit dem Wunsch der Wirtschaftsförderungsgesellschaft zur Ausweisung eines Gewerbegebiets gehört dazu. Dafür haben wir uns die erforderliche Zeit genommen und keine voreiligen Entscheidungen getroffen. An dem weiteren Prozess werden wir Sie selbstverständlich beteiligen.

Ein herzlicher Dank für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit geht an die Wählergemeinschaft AWG, die in der neuen Wahlperiode nicht mehr antritt. Es war immer ein konstruktives, offenes und vor allen anpackendes Arbeiten in der Gemeindevertretung und in den Ausschüssen zum Wohl von Kasseburg.

Auch für mich persönlich waren es zwei aufregende und arbeitsintensive Jahre als Ihre neue Bürgermeisterin. Die Arbeit für die Kasseburger hat mir insgesamt viel Freude bereitet und wir konnten viel Positives bewegen. Sie erinnern sich vielleicht an meine Zielsetzung: "Ein liebens- und lebenswertes Kasseburg zu gestalten, sollte die Aufgabe von möglichst Vielen sein.". Dies war und ist mir auch zukünftig sehr wichtig.

Insofern kann es nicht sein, dass die FafüKa in ihrem kürzlich verteilten Wahlbrief Sachverhalte in wichtigen Teilen nicht richtig bzw. unvollständig darstellt. Dies kann ich als Bürgermeisterin und Vorsitzende der FWG nicht kommentarlos stehen lassen.

Richtig ist, dass die FafüKa - als Wählergemeinschaft mit der Zielsetzung der Förderung von Familien - den Vorsitz im Bau-, Wege- und Umweltausschuss (BWU) gewählt hat. Dieser ist nicht mit dem Jugend- und Sportausschuss zu verwechseln.

Zur Verkehrsberuhigung an der Bushaltestelle Mühlenweg hat die Gemeinde mehrfach Vorschläge beim Kreis eingereicht, die leider immer wieder abgelehnt wurden. Da es sich um eine Kreisstraße handelt, brauchen wir für alle Maßnahmen (30er Zone, Zebrastreifen etc.) die Genehmigung des Kreises. Die von der FafüKa kritisierte fehlende Einrichtung einer Arbeitsgruppe hat die Gemeindevertretung nicht für erforderlich gehalten, da dies originäre Aufgabe des BWU ist. Die Fafüka hat dieses Thema unter ihrem Vorsitz in den letzten 5 Jahren nicht weiter vorangebracht.

Die Behauptung der FafüKa, es hätte die Möglichkeit einer einstündlichen Verbindung nach Aumühle gegeben, ist schlichtweg eine Falschbehauptung! Richtig ist: Wir hätten uns vor ca. drei Jahren unter Kostenbeteiligung der Ringlinie Aumühle-Kuddewörde-Trittau mit einem zweistünden Takt anschließen können, nachdem der Kreis die Linie nach Aumühle komplett eingestellt hatte. Dieses hat die Gemeinde ohne entsprechende Bedarfsanalyse aus Kosten-/Nutzen-Erwägungen zunächst abgelehnt. Wir konnten uns dennoch für eine Busverbindung in den Morgen- und Abendstunden nach Aumühle mit Umstieg in Kuddewörde beim Kreis einsetzen. Die Linie existiert heute noch, aber wird leider kaum genutzt. Auch hier hat es die FafüKa nicht geschafft, sich im "eigenen" Ausschuss zu diesem Thema noch einmal Gedanken zu machen und eine bedarfsgerechte Lösung zu erarbeiten.

Der angeblich größte Erfolg der FafüKa, das Zustandekommen der Ferienbetreuung, stellt sich für uns ganz anders dar. Die Einrichtung ist maßgeblich dem Einsatz unseres ehemaligen Bürgermeisters H.J. Flügger zu verdanken, der sich dafür im Schulverband - zunächst gegen die Mehrheit - beharrlich eingesetzt hat. Die Anregung zur Elternbefragung kam auch von uns und anderen Gemeindevertretungen. Den Kontakt zu der Firma, die heute immer noch erfolgreich die Betreuung realisiert, habe ich persönlich hergestellt. Es ist auch nicht richtig, dass die FafüKa unsere Gemeinde im Schulverband und im Kindergarten-Ausschuss allein vertritt. Ich arbeite dort ebenfalls sehr aktiv mit und freue mich, dass alle Kinder einen Kindergartenplatz bekommen haben.

Es macht sich natürlich gut und wird von den Bürgern auch zu Recht erwartet, dass sich die Vertreter von Wählergemeinschaften aktiv für Kasseburg einsetzen. In den letzten Jahren ist dieses leider von den Vertretern der FafüKa nicht immer der Fall gewesen. An wichtigen Terminen wurde nicht teilgenommen. Dies betrifft bspw. Termine zur Kindergartenbedarfsplanung des Amtsbereiches, Kindergartenerweiterung in Kuddewörde, Kanalsanierung, wichtige Ortstermine und diverse gemeindliche Veranstaltungen.

Die Gemeindevertretung zu kritisieren, ist im Nachgang immer leicht, aber nach machbaren Alternativen zu suchen, ist zeit- und arbeitsaufwendig. Wer sich für die Gemeindevertretung aufstellen lässt, sollte sich der Aufgabe und Verantwortung sehr bewusst sein. Papier ist geduldig, sich aktiv einzubringen, sich für die Gemeinschaft zu engagieren und privates auch mal zurückzustellen, das zählt!

Ich bin mir sehr sicher, dass Sie am kommenden Sonntag die richtige Entscheidung für Kasseburg treffen und würde mich weiterhin über Ihr Vertrauen sehr freuen.

Nutzen Sie auf jeden Fall Ihre Chance zur Mitgestaltung und gehen Sie bitte zur Wahl!

Herzliche Grüße


Bürgermeisterin Anja Harloff

Kasseburg, Mai 2018